Details stattgefundener Veranstaltungen

Dokumentation: Deutsche Informationsveranstaltung des Interreg IV B Nordseeprogramms (30. September 2008, Husum)



 

Nach einem zügigen Programmstart mit 17 genehmigten Projekten im ersten Jahr stand die diesjährige Informationsveranstaltung der norddeutschen Bundesländer zum INTERREG IV B Nordseeprogramm unter dem Aspekt der Auswertung der Startphase. Ca. 120 Projektakteure und Interessierte hatten sich am 30. September 2008 in Husum in der Irene Thordsen Kongresshalle eingefunden, um sich über aktuelle Entwicklungen des Programms und über die laufenden Projekte zu informieren.

 

Sämtliche Präsentationen, die im Rahmen der Veranstaltung gezeigt wurden, finden Sie am Ende des Textes.

 

Dieter Harrsen, Landrat des Kreises Nordfriesland, begrüßte die Teilnehmenden und warf einen Blick auf die Themenfelder des Nordseeprogramms, für die in Nordfriesland Potenziale vorhanden sind: Kultur und Welterbe, Offshore Windenergie und Wasserkraft sowie Küstenschutz und Schiffssicherheit. Gleichzeitig appellierte er an die Programmverantwortlichen, den administrativen Aufwand von Interreg Projekten zu reduzieren. INTERREG ist trotz seiner Erfolge ein Programm, das noch wenig bekannt ist. Um dies zu ändern sollte die Basis - die Regionen - stärker eingebunden werden und die Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut werden.

 

Auch Stefan Musiolik vom Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa des Landes Schleswig-Holstein nahm Bezug auf die Chancen, die für Schleswig-Holstein mit dem Nordseeprogramm verbunden sind. Einen besonderen Stellenwert für Schleswig-Holstein haben im Nordseeraum beispielsweise die Themen Windenergie und Küstenschutz. In den vergangenen Jahren konnten hier gute Ergebnisse erzielt werden. Der Tagungsort der Informationsveranstaltung Husum hat sich international einen Namen im Bereich der Windenergie gemacht. Dort wo sich INTERREG B Kooperationsräume überschneiden, wie es in Schleswig-Holstein für den Nordseeraum und den Ostseeraum der Fall ist, sollten Synergieeffekte genutzt werden. Über INTERREG Projekte werden Erfolge erzielt, die zusammengenommen ein Europa der Projekte entstehen lassen. Um aus den Projekten auch Lehren für Europa ziehen zu können, sollte in Ergänzung zur Forderung von Herrn Harrsen auch die Einbindung der politischen Ebenen in Projekte stärker im Fokus der aktuellen und künftigen Projekte stehen.

 

Christian Byrith, Leiter des Programmsekretariates in Viborg, Dänemark, betonte die Unterschiedlichkeit der Regionen im Nordseeraum, aber auch die vielen gemeinsamen Themen. Um den breiten Bedürfnissen der Regionen im Nordseeraum gerecht werden zu können, ist der Programmzuschnitt thematisch sehr breit angelegt. Die neuen Anforderungen an die Projekte im IV B Programm zum Beispiel im Bereich Transnationalität und Partnerschaften mögen in der ersten Antragsrunde zu einer geringeren Bewilligungsrate geführt haben, als im Vorgängerprogramm. Bereits in der zweiten Antragsrunde haben sich die Projektakteure aber erfolgreich auf die neuen Herausforderungen eingestellt. Im weiteren Vortrag hob Herr Byrith noch einmal hervor, dass ein wichtiges Entscheidungskriterium für Projekte der Grad der Umsetzungsorientierung ist.

Verena Hachmann, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, und Guido Sempell, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Hamburg, nutzten zusammen mit den Teilnehmern die anschließende Fragerunde zur Konkretisierung der Begriffe „Transnationalität“ und „transnationale Investitionen“ und zur Diskussion von Fragen, wie beispielsweise der Gewichtung von bottom-up Projektentwicklungen versus top down Projektentwicklungen. Für die Diskussion weiterer Aspekte stehen Herr Byrith und die Ansprechpartner aus den Bundesländern jederzeit zur Verfügung.

 

Im Anschluss stellte Dr. Mathias Grabs, BIS Bremerhaven und Lead Beneficiary, die Projektstruktur des Projektes POWER Cluster mit den geplanten Aktivitäten vor. Wolfgang Schulz vom Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein hob die für das Land besonders relevanten Projektbausteine hervor und begründete das Engagement des Ministeriums zur Teilnahme am Projekt.

Das Projekt DC Noise wurde gemeinsam von Birte Adomat, Kommunalverbund Bremen/Niedersachsen, und Guido Sempell vorgestellt, die ebenfalls auf die Projektstruktur sowie die geplanten Aktivitäten auch in den teilnehmenden Regionen Bremen und Hamburg eingingen.

 

Nach der Mittagspause folgten technische Informationen des National Contact Point, die in diesem Jahr auf die Themen Subpartner, First Level Control und Beihilferecht konzentriert waren – 3 Themen, welche in den vergangenen Monaten im Nordseeprogramm stark diskutiert wurden. Der Umgang mit Subpartnern ist mittlerweile geklärt und wurde kurz vorgestellt. Das System der First-Level-Control und der Umgang mit beihilferechtlichen Fragen im Nordseeprogramm befinden sich derzeit noch in der Diskussion, in kurzen Vorträgen wurde hierzu der aktuelle Sachstand dargestellt. 

Im abschließenden Teil der Veranstaltung wurde an Thementischen exemplarisch die Projektentwicklung geübt. Hier profitierten die INTERREG-Neulinge von den Teilnehmern mit Erfahrungen in INTERREG Projekten oder der Projektentwicklung allgemein. Die vorgebrachten Projektideen oder Ansätze beispielsweise in den Bereichen Demographie, ländliche Räume, Innovation und Technologietransfer sowie Verkehr, Mobilität, Logistik wurden auf regionalen Nutzen und Nutzen für den Programmraum geprüft, potenzielle Partnergruppen identifiziert, transnationale Komponenten herausgearbeitet und weitere Entwicklungsmöglichkeiten erörtert.

 

 

Präsentationen

 

The North Sea Region Programme 2007 – 2013,  The first year and the years to come (Christian Byrith, Head of Secretariat, Viborg) (PDF - Datei, 682 KB)

 

 

Zwei INTERREG IVB Projekte stellen sich vor:

POWER CLUSTERDeveloping the North Sea Offshore Wind POWER Cluster

Präsentation von Wolfgang Schulz, Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein

(PDF- Datei, 478 KB)                                                                                             Präsentation von Dr. Mathias Grabs, BIS Bremerhaven Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH (PDF - Datei, 1,9 MB)

 

DC Noise Demographic Change: New Opportunities in Shrinking Europe

Präsentation von Guido Sempell, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Hamburg (PDF - Datei, 841 KB)

 

 

Informationen des National Contact Point:

Subpartner (Claudia Eggert, National Contact Point) (PDF - Datei, 222 KB)

 

Das System der „First-Level-Control“ in Deutschland (Antje Hauptvogel, Vorsitzende des Deutschen Ausschusses, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung) 

(PDF - Datei, 224 KB)

 

EU-Beihilferecht (Anja Schmid, Stabsstelle Ostsee- und Nordseeangelegenheiten, Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa des Landes Schleswig - Holstein) (PDF - Datei, 233 KB)