IIIB-Projektdetails

STORMRISK - Support for development of STORM resistant landscapes



Vielseitige und genügend breite Waldränder stabilisieren die dahinterliegenden Bestände gegen Sturm

Vielseitige und genügend breite Waldränder stabilisieren die dahinterliegenden Bestände gegen Sturm

Können nach Sturmschäden sich selbst überlassene Flächen Hinweise liefern, wie sich die Natur auf Dauer selbst hilft?

Können nach Sturmschäden sich selbst überlassene Flächen Hinweise liefern, wie sich die Natur auf Dauer selbst hilft?

Projektbeschreibung
Das Ziel von STORMRISK war das Management sturmbedingter Risiken im Wald, sowie die Vorsorge und Minderung der negativen Folgewirkungen des globalen Temperaturanstiegs. Da der Klimawandel tendenziell zu immer höheren Sturmstärken führt, steigt das erstörungspotenzial durch Stürme mit zunehmender Erderwärmung. In diesem Kontext werden hinsichtlich der Eindämmung des Temperaturanstieges nachwachsende Rohstoffe und Energieträger sowie ihre nachhaltige Verfügbarkeit immer wichtiger.

STORMRISK verfolgte das Anliegen, im Bereich der Kleinprivatwaldwirtschaft bei Holzeinschlagmaßnahmen die gegenseitige Rücksichtnahme der Waldbesitzer zu fördern. Damit soll erreicht werden, dass die Erntemaßnahmen Einzelner keine Sturmangriffsflächen auf den Nachbarflächen schaffen.

Darüber hinaus befasste sich die Projektarbeit mit der Wiederherstellung von Waldlandschaften. Finden in Waldgebieten Zerstörungen durch Stürme statt, ist es für den verbleibenden Wald wichtig, dass das forstliche Landschaftspotenzial zügig wieder aufgebaut wird - wenn möglich stabiler als vorher.

Ergebnisse des deutschen Partners
Für verschiedene Pflanzverfahren wurden in Niedersachsen Wurzeluntersuchungen durchgeführt, wobei sich das maschinengestützte „LOBO“-Verfahren als vorteilhaft erwies. Waldranduntersuchungen zeigten, dass sturmsichere Waldränder aus Laubhölzern eine Mindesttiefe haben müssen und die Baumarten nur blockweise gemischt werden sollten. Erfahrungen aus vergangenen Stürmen wurden ausgewertet und Erfahrungen des aktuellen Sturms KYRILL in einem Workshop präsentiert. Auch Experten aus anderen Sturmschadensgebieten in Deutschland berichteten von ihren Erfahrungen und Risikostrategien. Eine GIS-Analyse des Problemes der nachbarschaftlichen Rücksichtnahme bei Hiebsmaßnahmen gegen die Schaffung von Sturmangriffsflächen wurde im Raum Elze-Mehle bei Hildesheim erstellt.

Der Wissenstransfer nach Niedersachsen bezieht sich nicht nur auf das vor Ort tätige Forstpersonal, sondern, durch Fortbildungsveranstaltungen, auch auf freiberufliche Forstplaner und -gutachter.

Leadpartner
The Swedish Forest Agency, Boras

Leadpartner-Land
Schweden

Weitere Partner
The Swedish Forest Agency, Västervik (SE); Forest Research, Roslin, Midlothian (UK); Forest & Landscape dpt of The Royal Veterinary and Agricultural University, Vejle (DK)

Weitere deutsche Partner
Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Hannover

Projektansprechpartner/Kontakte in Deutschland
Dr. Alexander Rosenberg
Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Fachreferent
Mars-la-Tour-Str. 1 - 13
26121 Oldenburg
Tel.: 0441 801-704
Alexander.Rosenberg(at)LWK-Niedersachsen.de

Gesamtbudget
928.300 €,
davon 464.100 € EFRE

Budget des deutschen Partners
20.800 €,
davon 10.400 € EFRE

Förderung durch andere Institutionen
-

Laufzeit
Januar 2006 - Juni 2008


Themenfelder und Schlagworte
Risikomanagement an Flüssen und Küsten, Verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt, Klimawandel/Klima- und Küstenschutz, Natur und Umwelt/Umweltschutz, Risikomanagement, Niedersachsen, Scotland, Schweden, Dänemark, Deutschland, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Großbritannien, East Midlands, Eastern, North East, Yorkshire and The Humber