IIIB-Projektdetails
BurVal - Ancient groundwater reservoirs in buried valleys – sustainable water resources for the future


Geländedemonstration: Erforschung tiefer Grundwasservorkommen

Gemeinsam wird das Verständnis tiefer Grundwasserreserven in eiszeitlichen Rinnen erarbeitet
Projektbeschreibung
BurVal steht für „buried valleys“, der englischen Bezeichnung für quartäre Rinnen. Das sind bis zu 500 m tiefe Täler, die während der Eiszeiten unterhalb der Gletscher ausgespült und beim Abtauen wieder verfüllt wurden. Von der Erdoberfläche nicht sichtbar, können die quartären Rinnen ausgedehnte Grundwasservorräte enthalten und so von großer Bedeutung für die Trinkwasserversorgung sein - in Norddeutschland, den Niederlanden und Dänemark. Die neun Projektpartner von BurVal sind Geologische Dienste und Forschungsinstitutionen aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden.´
Im Verlauf des Projektes sind sechs ausgewählte Rinnen systematisch mit geophysikalischen und geologischen Verfahren erkundet worden. Ziel des Projektes war die Entwicklung von Methoden und Messverfahren, die eine nachhaltige Nutzung der tief liegenden Grundwasserreservoire ermöglichen und in einem Handbuch den Nutzern (z.B. Wasserversorgern) zur Verfügung gestellt wurden. Für die großräumige Kartierung der Rinnen bewährte sich besonders der Einsatz hubschraubergestützter Verfahren, die eine Erhebung der flächenhaften Verteilung der spezifischen elektrischen Widerstände bis in über 100 m Tiefe ermöglichten. Damit ließen sich sandige und tonige Gesteinsschichten gegeneinander abgrenzen, die wiederum grundwasserleitende und grundwassernichtleitende Einheiten widerspiegeln. Durch die Kombination verschiedener Verfahren wie z.B. Seismik, Gravimetrie oder Widerstandsmethoden und unter Einbeziehung von Bohrungen und geologischem Fachwissen ergab sich ein detaillierter Aufschluss der Rinnen bis in über 500 m Tiefe. Es zeigte sich, dass der Aufbau der Rinnen komplizierter als erwartet war und Grundwasserleiter in den Rinnen verwundbarer sein können als vor Beginn des Projektes angenommen.
Ergebnisse des deutschen Partners
Hamburg:
In den deutschen Testgebieten bei Cuxhaven und nördlich von Hamburg wurden geophysikalische (insbesondere elektromagnetische) Messungen der dortigen Rinnenstrukturen durchgeführt (vom Hubschrauber aus) .
Niedersachsen:
Das Projektgebiet in Niedersachsen war die Bremerhaven-Cuxhavener Rinne, die sich zwischen den namensgebenden Orten erstreckt und aus der bereits heute Wasser gefördert wird. Hier wurden intensive geologische und geophysikalische Untersuchungen durchgeführt, die auch exemplarischen Charakter haben. Die Ergebnisse liefern einen Mehrwert an Kenntnissen über den für eine nachhaltige Wasserversorgung wichtigen Aufbau des Untergrundes. Während der Messkampagnen fanden vor Ort mehrere Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit statt.
Leadpartner
GGA-Institut (Leibniz Institute for Applied Geosciences), Hannover
Leadpartner-Land
Deutschland
Weitere Partner
Vejle County, Vejle (DK); Ringkjøbing County, Ringkjøbing (DK); Sønderjylland County, Tønder (DK); GEUS (Geological Survey of Denmark and Greenland), Copenhagen (DK); National Geological Survey, Utrecht (NL)
Weitere deutsche Partner
Landesamt für Natur und Umwelt Schleswig-Holstein, Flintbek; Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover; Behörde für Umwelt und Gesundheit (BUG), Geologisches Landesamt, Hamburg
Projektansprechpartner/Kontakte in Deutschland
Niedersachsen:
Helga Wiederhold
Leibniz Institute for Applied Geosciences
Stilleweg 2
30655 Hannover
Tel. 0511 6433520
helga.wiederhold(at)gga-hannover.de
Hamburg:
Martin Zarth
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU), GLA-HH
Billstraße 84
20539 Hamburg, Germany
Tel.: 040 428 45-3540
martin.zarth(at)bsu.hamburg.de
Gesamtbudget
2.619.000 €,
davon 1.309.500 € EFRE
Budget des deutschen Partners
Niedersachsen:
924.000 €,
davon 462.000 € EFRE
Hamburg:
1.080.391 €,
davon 540.196 € EFRE
Förderung durch andere Institutionen
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Laufzeit
Januar 2004 - Dezember 2006
Themenfelder und Schlagworte
Verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt, Natur und Umwelt/Umweltschutz, Wassermanagement, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Dänemark, West-Nederland, Deutschland, Bremen, Niederlande, Noord-Nederland, Oost-Nederland
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