Priorität 2: Förderung des nachhaltigen Managements der Umwelt
Die Förderung einer nachhaltigen Umwelt ist eine wichtige Grundvoraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Nordseeraums und zugleich eines der Hauptanliegen nationaler und europäischer Politiken. Sowohl die Lissabon-Strategie als auch die Göteborg-Agenda betonen, wie wichtig es ist, dass zukünftiges wirtschaftliches Wachstum mit den Zielen einer nachhaltigen Umwelt in Einklang steht. Der Nordseeraum ist für seine hohen Umweltstandards bekannt, deren Einhaltung strikt gewahrt wird und die immer wieder verschärft werden. Sollen aber mehr und besser bezahlte Arbeitsplätze geschaffen werden, sind weitgreifende Maßnahmen auf transnationaler Ebene unumgänglich.
Im einzelnen können Projekte mit folgenden Schwerpunkten gefördert werden:
- Integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM)
- Anpassung an und Reduzierung von Folgen des Klimawandels
- Förderung von erneuerbaren Energien
- Präventive und nachsorgende Maßnahmen gegen akute und chronische Meeresverschmutzung
Beispiel für ein strategisches Projekt
Governance zur Meeressicherheit im Nordseeraum
Im Rahmen eines strategischen Projekts zur Meeressicherheit könnte ein transnationales Kooperationsforum zu diesem Thema eingerichtet werden und könnten gemeinsame Sicherheitsregeln formuliert werden, die - auf der Grundlage von Erkenntnissen und Ergebnissen früherer Initiativen (wie dem MSUO) - bei der Entwicklung nationaler oder regionaler Lösungen im Nordseeraum als strategischer Leitfaden dienen.
Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit sollten die folgenden Aspekte stehen: systematischere Strategien und Methoden des Risikomanagements mit klarer Ausrichtung auf gemeinsame Themen, einschließlich möglicher gemeinsamer Initiativen, die stärkere Harmonisierung der Sicherheitspolitik im Nordseeraum im Hinblick auf das gemeinsame Verständnis und die Ziele und Instrumente des Risikomanagements, die Implementierung eines gemeinsamen Managements von Seedaten und eines virtuellen Verkehrsüberwachungszentrums und die Entwicklung einer breiteren, sektorübergreifenden Perspektive zur Förderung innovativer Lösungen und wirtschaftlicher Chancen für Unternehmen.
Der gemeinsame strategische Ansatz kann Elemente eines gemeinsamen Ansatzes zur Raumplanung und zum Management der Meeresgebiete im Nordseeraum beinhalten (wobei Erfahrungen aus anderen Interreg-Initiativen und der Irischen See aufzugreifen sind) und transnational bedeutende Investitionsentscheidungen proaktiv unterstützen (z.B. Investitionen in Anlagen zur Energiegewinnung oder anderweitige Versorgungsanlagen, Maßnahmen gegen die Meeresverschmutzung, Investitionen in Infrastruktur und Technik zur Verbesserung der Sicherheit usw.).
Im Rahmen eines solchen strategischen Projekts sind konkrete Maßnahmen für wichtige Folgeprojekte zu definieren, die mit Mitteln anderer europäischer und nationaler Fonds gefördert werden können. Daher sind Kontakte zu Organisationen, die sich auf europäischer und weltweiter Ebene mit der Meeressicherheit und dem Umweltschutz befassen (z.B. IMO, EMSA, EEA, IEA, OSPAR), sowie zu anderen relevanten Programmen und Fonds herzustellen, in deren Rahmen weitere Aktivitäten gefördert werden können.
Quellen:
- Deutsche Übersetzung Operational Programme, Kapitel 4.2.1, 4.2.4.5 (PDF Datei, 780 KB)
- BBR - Flyer für den Interreg IV B Nordseeraum (PDF Datei, 1 MB)
